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Eigenstromsysteme unabhängig vom EEG die Energiewende zu Hause

Eigenstromsysteme unabhängig vom EEG

Seit vielen Jahren gehört die Sonnenenergie zu den bedeutendsten erneuerbaren Energieformen. Aufgrund ihres sehr großen Potenzials gilt sie, nach der Windenergie, als wichtigste zukünftige Energiequelle im Rahmen der Energiewende Deutschlands. Durch den rasanten technischen Fortschritt wird die Solartechnik technisch und finanziell immer attraktiver. „In Deutschland wird der Solarstrom nur mit Photovoltaikanlagen produziert. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fördert die Erzeugung von Solarstrom, um sie konkurrenzfähig zu machen. Im Bereich der privaten kleineren Anlagen ist dieser Punkt heute durchaus erreicht“, sagt Jan Rispens, Geschäftsführer vom Cluster Erneuerbare Energien Hamburg.
 
In der frühen Phase der Markteinführung seit 2000 wurde der Strom vom eigenen Dach mit Vergütungen von über 50 Cent pro Kilowattstunde bei der Einspeisung ins öffentliche Netz gefördert. Bis heute konnten die Kosten dank wachsender Produktion und technischer Weiterentwicklung auf ein Fünftel gesenkt werden. Die Vergütung für Netzeinspeisung liegt heute für private Haushalte bei etwa 12 Cent pro Kilowattstunde – eine Erfolgsgeschichte, die selbst von Optimisten so schnell nicht erwartet wurde. Damit ist der direkt während der Sonnenstunden genutzte Solarstrom deutlich günstiger als Strombezug aus dem öffentlichen Stromnetz geworden. Die entscheidende Herausforderung liegt jetzt darin, den solaren Stromertrag optimal zu nutzen: das heißt vor allem, den Sonnenstrom vom Tag bis zur Zeit des größeren Verbrauchs am Abend, zu speichern. Wenn ein solches System einfach, flexibel und wirtschaftlich direkt für den eigenen Bedarf einsetzbar ist, gibt es keine Hindernisse mehr für eine breite Umsetzung. Das ist das Thema der Free-e GmbH – ihre Lösung ist jetzt marktreif geworden.
 
Modulares Erzeugungs- und Speichersystem für Solarstrom
Die Free-e GmbH konzentriert sich auf Eigenstromanlagen im kleinen und mittleren Anwendungsbereich. Mit den Produkten „Sunbox“ und „Suncontrol“ hat das Unternehmen Bausteine für die Erzeugung eigener Energie entwickelt, um komfortable und effiziente Kleinkraftwerke für den Selbstbauer zu Hause zu ermöglichen. „Ziel ist es, mit Free-e-Systemen bei optimaler Verbrauchssteuerung schrittweise den größten Teil des Eigenverbrauchs selbst zu erzeugen – rund ein Drittel geht problemlos bereits heute mit kleinen Systemen“, sagt Dr. Hartwig Westphalen, Gründer von Free-e. Mit Hilfe eines intelligenten Energiemanagement-systems kann ab sofort jeder seinen eigenen Strom produzieren, speichern und nutzen. Das Besondere dabei ist, dass durch das System der selbst erzeugte Strom nicht ins öffentliche Netz eingespeist wird, daher ist auch keine EEG-Anmeldung nötig.
 
Kleinste Ausbaustufe mit 1,6 Kilowatt Leistung
Das dreiphasige Energiemanagement von Free-e leitet den Strom an die gerade betriebenen Geräte weiter. Damit wird er für alle Anwendungen im eigenen Haus, die gerade aktiv sind, vollständig genutzt oder vorübergehend gespeichert. Das Speichersystem macht mit einem Batteriesystem aus modernen Lithium-Batterien den am Tag erzeugten Strom für den Abend und die Nacht nutzbar. Aufgrund des modularen Gesamtkonzepts können mit der kleinsten Ausbaustufe von fünf bis sechs Photovoltaikmodulen etwa 1,6 Kilowatt Strom aus einer Fläche von 10 Quadratmeter erzeugt werden. Parallel dazu bleibt aber auch die Versorgung über das normale Stromnetz erhalten, welche bei Bedarf die fehlende Strommenge ausgleicht.
 
Free-e variabel einsetzbar
In den Haushalten und Betrieben wächst neben den klassischen Verbrauchern auch die Informationstechnologie stark. Ein besonderer Augenmerk fällt dabei auf die intelligenten Stromnetze, die sogenannten Smart Grids, welche die Vernetzung und Steuerung von Stromerzeugern, Speichern und elektrischen Verbrauchern in der Elekrizitätsversorgung umfassen. Darauf baut das System von Free-e auf. Im Neubausektor ist diese Entwicklung schon längst kein Zukunftstrend mehr, die Energy-Boxen lassen sich künftig auch problemlos im Altbestand installieren. Eine Erweiterung des Systems für eine noch höhere Eigen-versorgung ist künftig jederzeit möglich, ebenso eine Vernetzung – beispielsweise über eigene Leitungen mit Nachbarn. Diese Voraussetzungen für die Eigenversorgung mit (Solar-)Strom, können die Energiewende in Deutschland entscheidend voranbringen.

 

Über Astrid Dose

Profilbild zu: Astrid Dose

Reden, schreiben und organisieren – und das mit viel Spaß! So sehen meine Tage beim EEHH-Cluster aus. Seit 2011 verantworte ich die Öffentlichkeitsarbeit und das Marketing des Hamburger Branchennetzwerkes. Von Haus aus bin ich Historikerin und Anglistin, mit einem großen Faible für technische Themen.

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