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Neue Forschungsstrukturen geschaffen Projekt X-Energy findet Abschluss an HAW Hamburg

Im Interview erläutert Mike Blicker, HAW Hamburg, die bedeutendsten Ergebnisse des Forschungsprojektes X-Energy.

EEHH: Das Projekt X-Energy findet seinen Abschluss. Worum ging es in dem Projekt? Wie lange lief es, und wie wurde es finanziert?

Mike Blicker: „Ja, das stimmt, wir haben im Frühjahr 2026 im Beisein unserer Umweltsenatorin Katharina Fegebank nach insgesamt zehn Jahren Förderperiode den Abschluss von X-Energy gefeiert. In dem Projekt zielten wir darauf ab, die Forschungskompetenzen unserer Hochschule zu stärken und auszubauen. Es gehörte zu einer Förderreihe ‚FH-Impuls‘ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit einem stolzen Projektbudget von knapp 11 Millionen Euro. Konkret stand und steht bei uns natürlich die Energieforschung bzw. die Entwicklung klimaneutraler Energiesysteme im Vordergrund. Als Oberthemen haben wir in X-Energy definiert: Windenergie, Systemintegration, Energiespeicher sowie Umwelt und Akzeptanz. Wir möchten das Stromsystem zukunftstauglich umbauen, weg von den fossilen hin zu den 100 Prozent erneuerbaren Energien. Da erneuerbare Energien volatil sind, d.h. unterschiedlich zur Verfügung stehen, muss das System flexibel reagieren können. 20 regionale und überregionale Unternehmenspartner bildeten den X-Energy-Verbund, die in insgesamt 24 Teilprojekten arbeiteten. X-Energy lief größtenteils parallel zu unserem anderen Großprojekt ‚Norddeutsche Energiewende 4.0‘, was wesentlich stärker noch auf die Praxispartner und die Öffentlichkeit ausgerichtet war.“

EEHH: Was waren Ihrer Meinung nach die bedeutendsten Erkenntnisse aus dem Projekt?

Mike Blicker: „Im Feld Windenergie haben wir Konzepte entwickelt, die zu deutlich weniger Schall- und Lichtemissionen führen. Außerdem haben wir das Verhalten von Fledermäusen mit speziell entwickelter Messtechnik untersucht, um daraus Maßnahmen zu entwickeln diese besser zu schützen. Zuletzt spielten immer mehr kombinierte Projekte aus Windanlagen und Batteriespeichern bzw. Elektrolyseuren eine zentrale Rolle.“

EEHH: Wie und in welchen Projekten werden Sie die Erkenntnisse am CC4E weiterverwenden?

Mike Blicker: „Durch X-Energy haben wir vor allem neue Forschungsstrukturen geschaffen innerhalb der Hochschule für Angewandte Wissenschaften und unser Competence Center CC4E deutlich gestärkt. Mittlerweile können Professor*innen auf einen Mittelbau zurückgreifen, der ihnen beim Verfassen von Förderanträgen sowie dem Projektmanagement zur Seite steht und in anderen Feldern des Innovationsmanagements. Insgesamt beteiligten sich 17 Professor*innen und mehr als 30 wissenschaftliche Mitarbeiter*innen an dem Vorhaben. 18 Promotionen sind entstanden.

EEHH: „Ein bisschen Zukunftsmusik: Welche weiteren Projekte stehen in den Startlöchern bei Ihnen?“

Mike Blicker: „Ja, die Zukunft beginnt jetzt! Wir konnten bereits aus dem Themenspektrum von X-Energy 15 weitere Projekte anschieben. Vor allem möchten wir an Multirotoren-Windrädern weiter forschen. Abwechselnd in Hamburg und Glasgow trifft sich jedes Jahr eine feste Community von Multirotoren-Expert*innen. Ein erster Demonstrator soll zeitnah in der Landschaft installiert und getestet werden. Außerdem hat sich Carbon Management als ein zentrales Forschungsfeld herauskristallisiert. Gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum in Geesthacht, dem Hereon und weiteren Partnern, entwickeln wir synthetische Kraftstoffe, ein Ergebnis aus zwei X-Energy-Teilprojekten.“

EEHH: Vielen Dank für das spannende Interview und Ihre Einblicke in X-Energy!

Projektabschluss mit Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Mitte) (HAW Hamburg/Daniel Reinhardt)

Über Astrid Dose

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Reden, schreiben und organisieren – und das mit viel Spaß! So sehen meine Tage beim EEHH-Cluster aus. Seit 2011 verantworte ich die Öffentlichkeitsarbeit und das Marketing des Hamburger Branchennetzwerkes. Von Haus aus bin ich Historikerin und Anglistin, mit einem großen Faible für technische Themen.

von Astrid Dose